Das Reisetagebuch eines Philosophen (2 Bände)

29,90 

von Graf Hermann Keyserling
mit einem Bildnis des Verfassers

Graf Hermann Keyserling unternahm seine Weltreise, die ihn intensiv durch Asien führte, in den Jahren 1911 bis 1913. Seine Reise führte ihn nach Ceylon, Indien, Himalaya, China und Japan. Die Eindrücke dieser Reise verarbeitete er in seinem berühmten Werk „Das Reisetagebuch eines Philosophen“. Die Reise diente der Selbstfindung unter dem Motto „Der kürzeste Weg zu sich selbst führt um die Welt herum”.

VORBEMERKUNG des Autors:
Vorlegendes Tagebuch bitte ich zu lesen, wie einen Roman. Wenngleich es sich zum großen Teil aus Elementen aufbaut, welche die äußeren Anregungen einer Weltreise in mir entstehen ließen, und viel objektive Darstellungen und abstrakte Betrachtungen enthält, welche selbständig für sich bestehen können, so stellt es als Ganzes doch eine von innen heraus erschaffene, innerlich zusammenhängende Dichtung dar, und nur wer es als solche auffasst, wird seinen eigentlichen Sinn verstehen. Über diesen will ich nichts vorausbemerken. Er wird sich dem offenbaren, der dem Wanderer willig durch seine vielfachen Stimmungen und Wandlungen hindurch Gefolgschaft leistet, nie vergessend derweil, dass das Faktische mir nirgends Selbstzweck, sondern überall nur ein Ausdrucksmittel ist für einen Sinn, welcher unabhängig von ihm besteht; der sich dementsprechend nicht daran stößt, dass Gedanken über fremde Kulturen mit Selbstbetrachtungen, exakte Darstellungen mit dichterischen Umbildungen abwechseln, dass viele, vielleicht die meisten Schilderungen mehr der Möglichkeit, als der Tatsächlichkeit gerecht werden; der sich vor allem auch durch die Widersprüche nicht beirren lässt, in die mich Standpunkts- und Stimmungswechsel mit Notwendigkeit häufig verstricken, und deren Auflösung ich nicht immer ausdrücklich mitteile. – Auf dass nun auch der auf seine Rechnung komme, dem es vornehmlich um Einzelerkenntnisse zu tun ist, habe ich dem Buch ein ausführliches Register angehängt, das ihm das Zusammensuchen der verstreuten Stellen, die auf gleiche Probleme Bezug haben, erleichtern wird.
– Antiquarisches Exemplar, gut bis sehr gut, leichte Gebrauchsspuren –

2 Bände: 886 Seiten, 1 sw-Portait, Otto Reichl Verlag, Darmstadt, sechste Auflage 1922, Format 13 x 19,6 cm