Glaube und Aberglaube im Lande des Lamaismus
Nach eigenen Erlebnissen in Tibet dargestellt
von Alexandra David-Néel
mit 22 Abbildungen (sw-Fotos) und einer Karte
Aus der Einleitung von Alexandra David-Néel: „Gleich, nach der Veröffentlichung des Berichtes über meine Reise nach Lhasa wurde sowohI in Besprechungen meines Buches wie auf privatem Wege der Wunsch laut, zu erfahren, wie ich auf den Gedanken gekommen sei, unter den Lamas zu leben. Andere wieder baten mich um Aufklärung über das Verfahren der Mystiker und Okkultisten Tibets. Ich will versuchen, diese wohlwollende Wissbegierde zu befriedigen, wenn auch der beschränkte Raum, über den ich verfüge, mir diese Aufgabe etwas erschwert.
Um den beiden verschiedenartigen Fragen, die man mir gestellt hat, gerecht zu werden, habe ich zuerst erzählt, welche Umstände mich in Verbindung mit der Welt der Iamaistischen Religion und mit den in ihrem Banne lebenden Zauberern gebracht haben. Ich bin dann zur Gruppierung einer AnzahI hervorspringender Punkte übergegangen, die sich auf die okkulten oder mystischen Theorien und das Verfahren bei der geistigen Schulung der Tibeter beziehen. Jedes Mal, wenn ich, in dem überreichen Schatz meiner Erinnerungen eine daran anknüpfende Tatsache fand, habe ich sie da, wo sie hingehört, erzählt. Es handelt ich hier also nicht um ein Reisetagebuch; der Gegenstand ist dafür nicht geeignet.
Bei Nachforschungen wie den meinigen können manchmal mehrere Monate oder sogar Jahre vergeben, bis eine vielleicht schon vor langer Zeit erhaltene Belehrung ihre Vervollständigung erhält. Eine richtige Veranschaulichung des behandelten Gegenstandes kann man erst dann geben, wenn man die von verschiedenen Stellen zusammengetragenen Auskünfte als Ganzes zusammenfasst.”
– Antiquarisches Exemplar von 1931, Buch innen sehr gut, Leineneinband mit leichten Gebrauchsspuren – Text in Frakturschrift –
296 Seiten, geb., Leinen, mit 22 s/w-Fotos, 1 Karte, F.A. Brockhaus, Leipzig, 1931, Format 16,2 x 23,3 cm







