Der Mandala-Tempel Demchog Lhakhang auf dem Burgberg von Tsaparang
von Jürgen C. Aschoff
Dieses Buch beschreibt einen kleinen, farbig ausgemalten buddhistischen Tempel in West-Tibet. Er wird Mandala-Tempel, tibetisch Demchog Lhakhang genannt. Er steht auf dem schmalen Berg-Plateau der seit vielen hundert Jahren verlassenen Stadt Tsaparang, die damals Hauptstadt des westtibetischen Guge-Reiches war. Dieser Tempel dürfte um das Jahr 1400 von Guges König Lozang Raptän innerhalb seiner Burgresidenz errichtet worden sein. Das tibetische Geschichtswerk Vaidurya serpo („Der gelbe Beryll“) aus dem Jahr 1685 erwähnt andere Klosterbauten von Tsaparang, aber es enthält keinen Hinweis auf diesen außergewöhnlichen königlichen Tempel ganz oben auf dem schmalen Bergplateau.
Der Mandala-Tempel von Tsaparang gehört zu den bedeutendsten Sakralräumen des tibetischen Buddhismus. Sein ikonographischer Reichtum und seine tiefgreifenden meditativen Transformationen im Rahmen des Chakrasamvara-Tantra machen ihn zu einem herausragenden Beispiel spiritueller und künstlerischer Synthese.
Dieses Buch unternimmt erstmals den Versuch, den Raum dieses Demchog Lhakhangs vollständig sichtbar zu machen: Durch das aufwändige Zusammenfügen eigener und zahlreicher Fotografien aus unterschiedlichen Quellen gelingt eine farbige Gesamtdarstellung aller vier Wandflächen. Mit präziser Analyse von Struktur, Bildprogramm und spiritueller Bedeutung bietet dieses Buch neue Einsichten in ein einmaliges Gesamtkunstwerk des Vajrayana-Buddhismus.
194 Seiten, Hardcover, farbig illustriert, Format 21 x 21 cm






