Reisen und Erlebnisse in Ost- und Westhimalaja
von Dr. Kurt Boeck
mit einer Kartenskizze, 5 Abbildungen und 83 Bildern nach Photographischen Aufnahmen des Verfassers von 1890 !
Zusammengefasste Reisebeschreibung des Herrn Dr. Kurt Boeck:
Meine Reise verlief schließlich in folgender Weise: Über Ceylon fuhr ich Anfang 1890 nach Kalkutta und der Hügelstation Darjeeling. Alle Versuche, von hier aus in das Alpenland Sikkim einzudringen, stießen zunächst wegen des kaum beendigten Sikkim-Krieges der Engländer gegen Tibet auf unüberwindliche Schwierigkeiten; ebenso wurde mir die Erlaubnis zum Betreten des für Europäer streng verschlossenen Himalaja-Königreiches Nepal verweigert, und erst später gelang es mir, auch diesen zentralen Nepal-Himalaja zu besuchen. Deshalb brach ich das endlose Warten in Darjeeling ab und zog es vor, nach dem weit westlicher liegenden Almora, der letzten englischen Garnison in Kumaon, zu reisen. Von dort aus durchwanderte ich im Sommer 1890 die hart an der tibetischen Grenze liegenden merkwürdigen Alpenländer Kumaon und das angrenzende Garhwal, wobei ich Höhen bis zu 20000 Fuß erstieg. Durch kaum bekannte Schluchten und auf hohen Gletscherpässen gelangte ich hier an die verschiedenen Seiten des Hauptstocks dieses Gebirgsteiles, der im Nanda Devi 25000 Fuß (7826 Meter) hoch gipfelt, sowie in das Ganges-Quellgebiet; auf tibetischem Gebiet weiter zu reisen, war wegen des erwähnten Krieges zwischen England und Tibet um den Besitz von Sikkim unmöglich. Im Herbst 1890 kehrte nach Darjeeling zurück; diesmal setzte ich die Bereisung der Sikkim-Alpen durch, in denen ich glücklich bis auf die Gletscher des Kangchendzönga vordrang. Noch weiter nach Norden zu gehen, war wegen der Winterschneestürme ganz unausführbar. Über Darjeeling und Bombay kehrte ich wohlbehalten nach Europa zurück.
– Antiquarisches Exemplar von 1923, sehr gut, Text in Frakturschrift –
330 Seiten, geb. Halbleinen, 65 Tafeln mit sw-Fotos, H. Hassel Verlag, Leipzig, 1923, Format 17 x 24,8 cm








